© Richard Ulrich

Der Große Walserweg - Teil 2 Vom Montafon in die Schweiz

13.08.2026

Großer Walserweg Teil 2 vom 13. – 17. August 2026

10 motivierte Wanderer wollten am Donnerstag früh mit der Bahn ins Montafon aufbrechen, um eine fünftägige Wanderung auf dem Walserweg bis nach Klosters in der Schweiz anzutreten. Aber der Beginn war mehr als holprig. Ein möglicher Bombenfund an Treuchtlinger Bahnhof bremste uns böse aus. Schließlich organisierten wir Fahrgemeinschaften bis Donauwörth und stiegen dort mit einstündiger Verspätung in den Zug ein. Der brachte uns dann tatsächlich „zügig“ ins Brandner Tal bis unterhalb des Lünersees. Nach kurzem knackigem Aufstieg war das erste Ziel, die Douglasshütte erreicht.

Bei schönstem Wetter ging's am nächsten Tag durch das beeindruckende Schweizertor hinüber in die Schweiz und unter den Kalkwänden der Drusenfluh bis zur Carschinahütte. Einige wagten dann noch bis zum Abendessen den Aufstieg auf die Sulzfluh.

Weiter bei bestem Wetter wurde am nächsten Morgen der Partnunsee erreicht, den einige Harte für ein kurzes Bad nutzten. Nach einer Einkehr im Berghaus Sulzfluh in St. Antönien trennte sich eine Gruppe und stieg über Gargäller und Gafiersee wieder hinab zum Tagesziel. Der Rest ging gemütlich über Wiesengelände bis zum Berghaus Edelweiß. Dort wartete eine kleine Hütte mit einer ganz freundlichen Chefin und gutem Essen auf uns. Einige einheimische Musiker waren vor Ort, mit denen wir im Laufe des Abends in einen regen Austausch kamen.

Der nächste Tag brachte zunächst fast 900 m Aufstieg auf das Rätschenjoch in eine ganz faszinierende Landschaft – auf der rechten Seite Kalkgestein, auf der linken Seite Urgestein. Einige nahmen noch das nicht ganz leichte Madrisahorn mit. Über weite Almböden ging es dann durch einen wunderschönen Wald hinunter nach Schlappin zum Berghaus Erika. Der Schlappinsee bot dann noch die Möglichkeit zum Baden. Bevor es nach einem guten Abendessen nicht gleich ins Bett ging.

Am letzten Tag führte der Weg am Schlappinbach entlang. Wir überquerten ihn noch auf einer kleinen Hängebrücke. Am Bahnhof reichte die Zeit noch für eine Einkehr im Bahnhofscafè. Erst dann fing es wirklich zum Regnen an – super Timing!

Die Rückreise über Lindau und Augsburg war nach der aufregenden Anreise eher entspannt.

Nach den vielen positiven Eindrücken gibt's nächstes Jahr vielleicht einen weiteren Teil auf dem Walserweg.

 

 

Lünersee bei der Douglasshütte

Abstieg vom Schweizer Tor

Berghaus Edelweiß

Kunst am Rätschenjoch